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Was darf eine Pflegekraft eigentlich?

Veröffentlicht von editor am Di, 30/04/2013 - 15:01
  Ratgeber 

 

Häusliche Seniorenbetreuung ist eine hervorragende Alternative zum Altersheim. Allerdings stellt sich die Frage, welche Aufgaben überhaupt von einer Pflegekraft übernommen werden können bzw. dürfen. Wir haben einen kleinen Überblick zusammengestellt, damit auch Sie beim Umgang mit der Pflegekraft bestens aufgeklärt, sicher und souverän wirken.

 

Die Pflegekraft…

…übernimmt Aufgaben im Haushalt des Pflegebedürftigen (u. a. putzen, kochen, einkaufen)
…unterstützt den Pflegebedürftigen bei der Körperpflege.
…sorgt für das Erscheinungsbild des Pflegebedürftigen (z. B. Haare kämmen, schminken).
…kümmert sich um die Verpflegung des Pflegebedürftigen.
…geht einkaufen und macht Erledigungen.
…bringt den Pflegebedürftigen zum Arzt, Krankenhaus oder ins örtliche Reha-Zentrum.
…unterstützt den Pflegebedürftigen bei alltäglichen Dingen.
…unterhält sich mit dem Pflegebedürftigen.
…ist einfach da! Vor allem dann, wenn etwas passiert.

 

Der Pflegekraft ist es nicht gestattet, …

-          den Pflegebedürftigen in irgendeiner Form medizinisch zu versorgen.
-          medizinischen Tätigkeiten auszuführen.

 

Was heißt medizinisch versorgen?

Medizinische Versorgung ist ein sehr dehnbarer Begriff und reicht von der Tablettengabe bis hin zur postoperativen Versorgung. Medizinische Tätigkeiten sind z. B. Verbandwechsel, intravenöse Legung von Injektionsnadeln, Wechsel von Injektionsbeuteln oder Medikamentengabe.
Diese und ähnliche Tätigkeiten müssen von einem Pflegedienst übernommen werden. Bei täglicher Medikation kann ein Pflegedienst die einzunehmenden Tabletten in Dosierungsbehältern vorbereiten, wodurch es nur noch der Einnahme bedarf. Eine Pflegekraft darf Medikamente allerdings nicht vorbereiten oder etwaige Tätigkeiten ausführen, die ein Risiko für den Patienten darstellen. Falsche Medikamente oder Dosierung sind lebensbedrohlich für den Patienten und enden nicht selten tödlich. Diese risikobehaftete Aufgabe ist von einem examinierten Krankenpfleger zu erledigen. Denn eine Pflegekraft ist weder Arzt noch häusliche Krankenschwester, sondern fungiert als Betreuungsperson für den Pflegebedürftigen.